Geocache Transposed - Teil 1

Die Schatztruhe für unterwegs

Vor langer Zeit sagte mir einmal jemand, dass der Computeringenieur ein schlechter Beruf ist - um Geschenke für Familie und Freunde zu erschaffen. Maler, sicher, diese können leicht ein Bild zeichnen und es verschenken. Musiker, ja, sie können zu einem Geburtstag eine schöne kleine Melodie spielen oder sogar eine ganze Hymne einem Freund widmen. Aber wer mag schon Überraschungen mit Computern und Software? Ich würde das auch so sehen, dass einige Optionen ein wenig geekig sein können, aber andere können für jeden geeignet sein. Einer davon ist ein Geocache Transposed (GCT, Geocachet).

Dieser Post (und die folgenden) sind die Neuauflage einer alten Serie von Mini-Postings. Ursprünglich auf Google+ und in Englisch gepostet sind diese jetzt nach dem Ende von G+ zu schade um für immer verschwunden zu sein. Die Umsetzung der Box liegt inzwischen viele Jahre zurück, die Idee dahinter ist aber zeitlos. Soweit möglich wurden Links auf ihre Gültigkeit geprüft und ggf. angepasst oder gelöscht.

Geocaching ist inzwischen ein bekanntes Hobby, das von billigeren und in Smartphones integrierten GPS-Geräten angetrieben wurde. Beim Geocaching werden die so genannten Caches an entfernten Orten ausgeblendet, während die Koordinaten öffentlich sind. Bei Verwendung eines GPS-Geräts muss der Cache gefunden und in den meisten Fällen Elemente im Cache ausgetauscht werden. Eine GCT-Box dreht dieses Konzept auf den Kopf.

Der transponierte Geocache ist der sich bewegende Cache. Wer denkt nicht gerne an die eigene Kindheit zurück, das Spiel als Piraten und die Jagd nach geheimen Schätzen. Diesmal trägst jeder die Schatzkiste mit sich herum und muss das Rätsel lösen um den richtigen Ort zu finden. Die Box selbst ist verschlossen, darin befindet sich ein GPS-Empfänger und die Box öffnet sich nur, wenn sie an einem bestimmten Ort der Welt aktiviert wird. An der falschen Stelle zeigt das Feld einfach die Entfernung zum Ziel an, so dass erraten werden muss wohin die Reise gehen soll. Der Begriff Reverse Geocache dafür und das ursprüngliche Konzept wurde 2009 von Mikal Hart geprägt: http://arduiniana.org/projects/the-reverse-geo-cache-puzzle/ Er entwarf die Box als Geschenk für die Hochzeit seines Freundes und hat damit eine Lawine verschiedener Varianten davon ausgelöst.

Der Geocachet ist ein großartiges persönliches Geschenk, für Hochzeiten, Geburtstage oder Jubiläen. Der Prozess der Erstellung einer eigenen Box, der Auswahl des geheimen Ortes und der Beobachtung der Versuche, das Rätsel zu lösen, ist an sich schon ein wunderbare Sache. Und die Box ist wiederverwendbar, wenn ein neuer geheimer Ort programmiert wird. Nachdem ich die ursprünglichen Beiträge über die Geschichte des umgekehrten Geocache gelesen hatte, musste ich meine eigene Box erstellen. Die folgenden Beiträge beschreiben meinen Prozess; vielleicht werden sie auch als Inspiration für noch weitere Puzzleboxen dienen.