Geocache Transposed - Teil 2

Die Hardware

Dies ist Teil 2 über den Bau eines Geocache Transposed (GCT), einer verschlossenen Box, die nur an einem geheimen Ort geöffnet wird. Der folgende Beitrag listet die für den Bau benötigten Teile auf.

Arduino: https://arduino.cc/ Das berühmte Arduino Open-Source-Mikrocontroller-Board bildet das Herzstück des Caches. Die Kosten für ein Standard-Entwicklungsboard liegen unter 25,-€. Geschäfte, die das Board zur Verfügung stellen, sind hier zu finden: https://store.arduino.cc/distributors

Die meisten Firmen bieten auch die anderen elektronischen Bauteile an, die für den Geocache benötigt werden. Die Website des Arduino-Projekts bietet viele Tutorials zum Anschließen von Geräten an den Controller. Der Arduino besteht aus einem ATMega328 mit 32KByte Flash für Ihr Programm und 1KByte EEPROM zur Speicherung von Werten, was viel Platz für dieses Projekt bietet. Ich habe die vorherige Version namens Duemilanove verwendet, während das aktuelle Board1 Uno heißt, aber beide sollten gut funktionieren. Der Controller selbst wird in C++ programmiert, kompiliert und auf das Board über die IDE per USB hochgeladen. Das Board verfügt über mehrere Ein-/Ausgangspins und über Buchsen zum einfachen Einstecken der Kabel. Für die meisten Teile dieses Projekts ist kein Löten erforderlich.

GPS-Empfänger: Die Koordinaten der aktuellen Position der Box werden von einem GPS-Empfänger geliefert. Jeder Empfänger, der die Daten über eine serielle Verbindung sendet, sollte funktionieren. Für diese Box habe ich den GPS-Empfänger EM-406 SiRF III von USGlobalSat verwendet. Die Kosten liegen bei ca. 40,-€. Der Empfänger verfügt über eine integrierte Antenne und kann im Inneren der Box montiert werden, sofern die Wände nicht zu dick und nicht aus Metall sind.

LCD: Das LCD zeigt Statusinformationen und - was am wichtigsten ist - die Entfernung zum Zielort an. Ich benutzte ein serielles Display mit 16x2 Zeichen, weiß auf schwarz. Die Kosten betragen ca. 22,-€, verfügbar z.B. hier: http://www.watterott.com/index.php?page=product&info=1336 Ein Display mit parallelen Anschlüssen sollte ebenfalls verwendbar sein, da wir nicht so viele Anschlüsse des Arduino für die anderen Teile benötigen. Oft sind diese Displays billiger und es gibt Bibliotheken zur bequemen Ansteuerung.

Netzschalter: Die Box sollte so viel Strom wie möglich sparen, insbesondere da die Lösung und das Öffnen Monate dauern kann. Mit einem Pololu Power Switch2, siehe http://www.pololu.com/catalog/product/750, 6,-€, kann der Arduino mit einem Druckknopf eingeschaltet werden und der Arduino kann sich selbst wieder ausschalten. Zu beachten ist, dass es zwei Versionen dieses Netzschalters gibt, Standard-Spannung (SV) von 4,5V-20V und Kleinspannung (LV) von 2,5-7,0V. Da ich eine 9V-Batterie zur Stromversorgung der Box benutzte, kam die SV-Version zum Einsatz.

Servo: Ein Servomotor wird benötigt, um die Box schließlich an der richtigen Stelle zu öffnen. Jeder Servo sollte es tun, da wir keine schweren Hebearbeiten durchführen müssen. Genutzt wurde ein Hitec HS-311 Servo, der bei einem lokalen Modellbauer für 8,-€ gefunden wurde.

Power-Taste: Zum Einschalten der Box kann fast jeder billige Druckknopf verwendet werden. Hier sollte es etwas Ausgefalleneres sein und so entschied ich mich schließlich für einen beleuchteten Edelstahlknopf. Mit 10,-€ leider nicht auf der billigen Seite: https://www.conrad.de/de/p/tru-components-gq16f-10e-j-b-12v-vandalismusgeschuetzter-drucktaster-48-v-dc-2-a-1-x-aus-ein-ip65-tastend-1-st-701855.html

Verschiedene elektronische Teile: Für den Zusammenbau sind noch diverse andere Komponente wie Kabel nötig. Ich habe auch eine Buchse für den Anschluss einer externen Batterie installiert (Man weiß nie, wie lange die integrierte hält. Und ich will nicht in der Nähe sein, falls du Hunderte von Kilometern gefahren bist, nur um die Batterie leer vorzufinden). Diese Teile summierten sich auf ca. 15,-€.

Weiterer Kleinkram: Neben den elektronischen Teilen kommt dann noch anderes Material, wie z.B. ein Vorhängeschloss, Scharniere oder Nieten hinzu. Für die Kalkulation berücksichtigen wir diese Dinge mit zusätzlichen 15,-€.

Die Box: Zu guter Letzt wird die Box benötigt, in der alles aufbewahrt wird. Das war auch der Gegenstand, der mir die größten Kopfschmerzen bereitete. Die Box sollte groß genug sein, um viele Dinge zu verstauen, aber dennoch klein genug, um bequem mitgenommen zu werden. Bevorzugt wurde Holz, da es für die Ausschnitte einfach zu handhaben ist und auch ein dezentes Aussehen haben sollte. Es dauerte Stunden, bis ich viele Geschäfte nach einer passenden Box durchsucht hatte. Ich war fast kurz davor aufzugeben, als ich eine perfekte Schachtel auf meinem Schrank sah. Etwas staubig, aber perfekt. Abgeschätzt 30,-€ falls doch eine Kiste gekauft werden muss.

Summe der Kosten: Insgesamt belaufen sich die Kosten auf mehr als 170,-€3. Nicht wirklich ein Schnäppchen, aber die Erfahrung war jeden Euro wert.


  1. Anmerkung: Wie im ersten Post beschrieben basiert diese Artikelserie auf älteren Postings noch ursprünglich bei Google+.
  2. Nicht mehr verfügbar, Alternativen sind aber verlinkt.
  3. Inzwischen sollten 10%-20% mehr veranschlagt werden.